Zur gesunden Gestaltung der Arbeit von Morgen
Wie kann Arbeit in Zukunft so gestaltet werden, dass sie möglichst gesundheitsförderlich ist? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Erasmus-Intensivprogramms «Shift it!» (Shaping Healthy Work in Future), das am Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Leipzig koordiniert wird.
Gefördert wird das Programm vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Rahmen des Lifelong Learning Programmes.
Arbeitsunfähigkeitsfälle aufgrund psychischer Erkrankungen haben in den letzten Jahren drastisch an Bedeutung gewonnen. Auch bei zahlreichen eher somatischen Krankheitsbildern geht man inzwischen von einer Mitverursachung durch psychischen Stress (am Arbeitsplatz) aus, so z. B. bei einer Verschlechterung der Immunabwehr und dadurch bedingte Erkrankungen oder bei muskulären Verspannungsreaktionen als Begünstigung für Rückenschmerzen, Gastritis, Anpassungsstörungen, Zahnkrankheiten usw. Eine stetig flexiblere und dynamischere Arbeitswelt und die demografische Entwicklung bringt auch für die betriebliche Gesundheitsförderung neue Herausforderungen.
Noch bis zum 25. März 2011 wird in zahlreichen Workshops und Seminaren gelernt und diskutiert. Studierende, Lehrende und Forscher der schwedischen Mälardalens Högskola, der finnischen Universitäten Tampere und Jyväskylä sowie der Universität Leipzig beschäftigen sich gemeinsam mit den Herausforderungen betrieblicher Gesundheitsförderung. Rollenspiele und konkrete Fälle aus der Praxis ermöglichen dabei einen anschaulichen Zugang zur Thematik.
Neben den wissenschaftlichen Inhalten bietet das zweiwöchige Studienprogramm den Teilnehmern natürlich auch die Gelegenheit das kulturelle Leben in Leipzig zu erkunden und einander kennenzulernen.
Skandinavien im Wohnzimmer
Unter dem Motto «Skandinavien im Wohnzimmer» werden die studentischen Gäste aus Finnland und Schweden in WGs Leipziger Studierenden untergebracht sein. Geplant sind unter anderem auch ein Ausflug in das BMW Werk Leipzig sowie Diskussionen mit Unternehmensvertretern.
«Viele der Studierenden werden später in Unternehmen für die Personalentwicklung und das Gesundheitsmanagement verantwortlich sein», so Projektleiter Thomas Rigotti, «die Studierenden von Heute sind die Gestalter der Arbeitswelt von Morgen.»
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