Als biomedizinische Analytikerin nach Pajala – ein Erfahrungsbericht
Petra Schuhmann ist 27 Jahre alt und stammt aus Gols im österreichischen Burgenland. Seit Oktober 2007 arbeitet sie im nordschwedischen Pajala als biomedizinische Analytikerin. Zuvor war sie bei einem Pharmaunternehmen in Wien angestellt. Sie mochte ihren Job, wollte aber etwas Neues erleben und ihren Horizont erweitern. Daher suchte sie nach einer Stelle im Ausland.
Petra hatte damals einen schwedischen Partner; da lag es nahe, in Schweden nach einem Job zu suchen. Zwei Jahre lang besuchte sie Abendkurse in Schwedisch und fühlte sich fit für das Arbeitsleben in Schweden. Sie wagte den Schritt nach Skandinavien und begann ihre Suche auf der Website des schwedischen Arbeitsamts (ams.se). Es dauerte zwar einige Zeit, aber eines Tages erhielt sie einen überraschenden Telefonanruf von einem potenziellen Arbeitgeber, den sie einen Monat zuvor kontaktiert hatte: ein medizinisches Forschungslabor.
«Ich wollte meine Schwedischkenntnisse anwenden und war der Meinung, in den zwei Jahren an der Abendschule sehr viel gelernt zu haben», sagt Petra. «Mir war jedoch etwas mulmig, ein Bewerbungsgespräch auf Schwedisch zu führen.» Nach dem Gespräch erhielt sie rasch ein Angebot, und dann ging es nur noch darum, wann sie anfangen könne.
Petra studierte Biomedizinische Analytik an der Fachhochschule Wiener Neustadt in Österreich: «Ich glaube, sie haben mich wegen meiner Schwedischkenntnisse genommen, wegen meines Studiums und weil mein Abschluss in Schweden anerkannt ist.» Jetzt plant sie, bis Ende Februar 2009 bei der Firma zu bleiben.
Zwar fand Petra ihre Stelle durch das Schwedische Arbeitsamt, bei EURES suchte sie aber Beratung in praktischen Fragen: zum Beispiel, wie man den Anspruch auf Leistungen bei Arbeitslosigkeit überträgt, rechtliche Angelegenheiten des Umzugs in ein anderes Land usw. «Mein EURES-Berater Günther Wilfinger aus Eisenstadt war mir eine große Hilfe bei all den logistischen Angelegenheiten, das heißt bei all den rechtlichen und verwaltungstechnischen Aspekten, die sich von Land zu Land enorm unterscheiden können. Außerdem glaube ich, dass man auf der EURES-Website jede Menge nützliche Informationen und Hinweise findet, auf die man sich jeder Zeit berufen kann.» EURES hilft häufig bei der Jobsuche im Ausland, doch ist dies noch längst nicht alles. Wie der Fall von Petra zeigt, gehört es ebenfalls zu den Hauptaufgaben des EURES-Beraters, Arbeitnehmern Hilfe und Unterstützung beim Umzug ins Ausland zu bieten.
Und was kommt danach? «Schweden ist ein wunderschönes und faszinierendes Land. Ich genieße mein Arbeits- und Privatleben und fahre so oft ich kann in die Berge. Schwierig finde ich es jedoch, Freunde zu finden. Es ist nicht ganz einfach, mit 26 ganz neu anzufangen. Auf lange Sicht plane ich, nach Österreich zurück zu kehren. Meine Freunde und Familie leben dort und mit meiner Erfahrung aus Schweden werde ich dort auch weiter als Bioanalytikerin arbeiten. Doch vorher gönne ich mir eine Auszeit und werde ein wenig reisen!»
© EURES; Abdruck mit freundlicher Genehmigung



