One Tonne Life
Testfamilie erprobt konsequent klimafreundlichen Lebensstil
Seit etwas mehr als drei Monaten ist Familie Lindell in ihrem «One Tonne Life»-Haus in Hässelby auf dem Weg zu einem klimafreundlicheren Lebensstil. Die Familie hat ihre Emissionen um 64 Prozent auf 2,6 Tonnen pro Person und Jahr reduziert – im Vergleich zum «Startgewicht» von 7,3 Tonnen zu Beginn des Projektes im Januar 2011.
«One Tonne Life» ist ein Projekt, bei dem der Fertighaus-Hersteller A-hus, Stromkonzern Vattenfall und Volvo Car Corporation zusammen mit ICA (Lebensmittel) und Siemens (Elektrogräte) die Voraussetzungen für einen umweltfreundlichen Haushalt schaffen wollen. Ziel ist es, die Emissionen der vierköpfigen Familie Lindell (Vater Nils, Mutter Alice sowie die Kinder Hannah und Jonathan) auf eine Tonne Kohlendioxid pro Person und Jahr zu reduzieren. Dies entspricht dem Wert, der in etwa nötig ist, um den fortschreitenden Klimawandel zu verhindern.
Familie Lindell tauscht für sechs Monate ihr 70er-Jahre-Haus und ihre fast zehn Jahre alten Autos gegen einen umweltfreundlichen hölzernen Neubau von A-Hus sowie einen Batterie betriebenen Volvo C30 Electric.
Die größten Fortschritte erzielte die Familie in den Bereichen Verkehr und Elektrizität: Die Emissionen beim Transport sanken um beträchtliche 93 Prozent. Der Volvo C30 Electric nutzt Strom aus Wasserkraft, und Lindells wählten den Zug für ihren Weg in den Skiurlaub. Wenn die Familie im Frühjahr zusätzlich noch mehr Strecken mit den Rädern zurück legt, werden die verkehrsbedingten Emissionen weiter reduziert.
Das neue Haus der Familie ist sowohl ein Haus als auch ein Strom-Generator. Es hat eine Wand mit Solarzellen und kann daher, zusätzlich zum erneuerbaren Strom aus Wasserkraft, eigenen Strom produzieren. Insgesamt konnten so die Emissionen aus der Unterkunft halbiert werden.
Auch die Wahl der Lebensmittel trägt deutlich zum Rückgang des CO2-Ausstoßes bei. Lindells kaufen klimafreundliche Lebensmittel aus der Region und wählen häufiger vegetarische Alternativen, auch im Restaurant.
«Bisher brauchten wir keine großen Kompromisse im Vergleich zu unserem normalen Leben zu machen. Die Technologie hat die Jagd nach einem kohlendioxid-ärmeren Leben einfach und angenehm gemacht. Das größte Opfer haben wir noch vor uns,» erläutert Alice Lindell. «Das letzte Stück bis zu einer Tonne wird das schwierigste.»
Und Nils Lindell fügt hinzu: «Mit einem 'Rucksack' von 900 Kilogramm (siehe aktuelle Statistiken zum CO2-Verbrauch, Energieverbrauch und Energiebalance; englisch) wird es schwer werden auf eine Tonne zu kommen. Aber wir geben unser Bestes. Unser Wissen und unsere Motivation wachsen mit jedem Tag.»
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