Kommissar Beck – Die neuen Fälle. (3/8) Auge um Auge

13. August | 23:30–01:00 | Krimi Schweden 1997

Innerhalb von drei Tagen tauchen die Leichen zweier Frauen an weit voneinander entfernten Orten auf. Beide sind etwa 40 Jahre alt, beiden wurden die Augen herausgeschnitten. Kurz darauf erhält Kommissar Beck (Peter Haber) den Anruf eines Kollegen aus Sundsvall, wo die Predigerin Anita Smid (Ingalill Ellung) in einer kleinen Kirche ermordet wurde. Auch diesem Opfer fehlen die Augen. 

Eine erste Spur ergibt sich, als Beck herausfindet, dass alle Opfer gleich alt waren und aus dem Provinznest Östhammar stammten. Martin Beck und Lena Klingström (Stina Rautelin) erfahren vor Ort, dass die Ermordeten als Jugendliche in dieselbe Schulklasse gegangen sind. In Östhammar ist schon einige Monate zuvor eine Frau aus dieser Klasse unter mysteriösen Umständen gestorben. Auch dieser Toten hatten damals die Augen gefehlt, was die örtliche Polizei seinerzeit darauf zurückführte, dass die Leiche lange im Wasser lag und von Aalen angefressen wurde. 

Der skurrile Nachbar ist ein zäher Trinkkumpan Becks. © ARD Degeto (2)

Gunvald Larsson (Mikael Persbrandt) ermittelt indessen die Adressen der letzten beiden weiblichen Überlebenden jener Schulklasse, doch Becks nächtlicher Anruf bei einer von ihnen kommt zu spät: Als Yvonne Svensson (Kajsa Reingardt) den Hörer auflegt, ist der Killer schon in ihrer Wohnung. Die Polizei findet Minuten später auch ihre Leiche – ohne Augen – vor. 

Als die Zeitungen die blutige Story ausschlachten, meldet sich die letzte Überlebende aus der Klasse, Karin Lofjärd (Lena T. Hansson), völlig verängstigt bei Kommissar Beck und erbittet Polizeischutz. Beck teilt ihr Lena Klingström zu und bemerkt fast zu spät, dass er seine Kollegin damit in die Höhle des Löwen geschickt hat.

Hintergrund

«Auge um Auge» ist eine weitere Episode der achtteiligen Krimireihe um die berühmte Figur des schwedischen Kommissars Beck. Statt bloßen Neuverfilmungen der Kultbücher von Maj Sjöwall und Per Wahlöö wurden auf der Grundlage ihrer ausgefeilten Romanfiguren aktuelle und wirklichkeitsnahe Stoffe neu geschrieben. Die temporeichen Inszenierungen verbinden so moderne, optisch reizvolle Kino-Ästhetik mit psychologisch präziser Zeichnung der Figuren und ihrer Milieus. (Bild: HR Degeto)