Millennium 2 – Verblendung

15. Oktober | 01:10–02:40 | Krimi Schweden, Deutschland 2010

Im zweiten Teil der sechsteiligen Fernsehproduktion von Stieg Larssons «Millennium»-Bestseller vertiefen sich Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander in die Familienchronik der Familie Vanger, um das Verschwinden von Harriet Vanger zu klären. Dabei erkennen sie Zusammenhänge, die sie beide in grosse Gefahr bringen.

Lisbeth Salander (Noomi Rapace) und Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist) arbeiten fieberhaft an dem Fall der unter mysteriösen Umständen verschwundenen Harriet Vanger. Dabei lernen sie unter dem Vorwand, eine Familienchronik erstellen zu wollen, den gesamten Vanger-Clan kennen. Auch die Familienzwistigkeiten bleiben ihnen dabei nicht verborgen. Einzig der Neffe ihres Auftraggebers Henry (Sven-Bertil Taube) und seine Grossnichte zeigen sich aufgeschlossen gegenüber ihren Fragen. Als Mikael endlich das Gegenstück zu Harriets Blick auf dem alten Foto im Familienalbum findet, ist darauf völlig unscharf ein junger Mann in einem gemusterten Pullover zu erkennen.

Bei der intensiven Zusammenarbeit in Hedestad kommen sich Mikael und Lisbeth näher, doch seine Fragen zu ihrem Leben wehrt sie stets schroff ab.

Die Ermittlungen entwickeln sich in eine neue Richtung, als Lisbeth entdeckt, dass es zu den benannten Bibelstellen im Buch von Harriet passende Morde in Hedestad und Umgebung gab. Es gibt keinen Zweifel: Harriet war einem Serienmörder auf der Spur. Und es wird klar, dass die Familie seinerzeit mit den Nationalsozialisten sympathisierte. Während Lisbeth in einem Zeitungsarchiv den entscheidenden Hinweis auf den Täter findet, wird auf Mikael ein Anschlag verübt. Sein Leben liegt nun in Lisbeths Händen.

Hintergrund

Der schwedische Journalist, Schriftsteller und Herausgeber Stieg Larsson erlebte den internationalen Erfolg seiner Krimis nicht mehr, die «Millennium»-Trilogie wurde erst nach seinem Tod im Jahr 2004 veröffentlicht. Geplant hatte er zehn Bücher mit Mikael Blomkvist als Journalist-Ermittler, Gerüchten zufolge ist das Manuskript des vierten Bandes beinahe vollständig im Besitz seiner langjährigen Lebenspartnerin Eva Gabrielsson, die Bände fünf und sechs liegen offensichtlich als Exposé vor. Doch die posthume Veröffentlichung wurde durch Gabrielsson verhindert. Der Rechtsstreit zwischen ihr sowie Larssons Vater und Bruder um das Millionenerbe des Verstorbenen ist immer noch nicht beigelegt.

Die Verfilmung der Trilogie war zunächst als reine Fernsehproduktion geplant, wurde aber schliesslich in verkürzter Fassung zuerst ins Kino gebracht. 

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