The Girl King

23. Mai | 23:30–01:10 | Spielfilm Deutschland, Finnland, Kanada 2015

Die schwedische Thronfolgerin Kristina wird im Alter von sechs Jahren Oberhaupt ihres Landes, nachdem ihr Vater, König Gustav II. Adolf, im Dreißigjährigen Krieg umgekommen ist. Sie wird wie ein Mann zum Regenten erzogen. Neben Fechten und Jagen lernt sie aber auch die lutherische Doktrin und die Schriften des neuen Religionskritikers René Descartes.

Als am Tag ihres 18. Geburtstages die Krönung erfolgt und sie ihre erste Rede hält, wird den Ratsmitgliedern am Königshof klar, dass Kristina nicht wie ihr Vater ist, der als protestantischer Held gilt. In einem vom Krieg in Mitleidenschaft gezogenen Land will Kristina Frieden und das Ende des Dreißigjährigen Krieges zwischen Katholiken und Protestanten. Sie träumt davon, allen Untertanen einen Weg zu Bildung zu ermöglichen: Schulen, Theater, Bibliotheken - Stockholm soll das neue Athen werden.

Tag und Nacht will Königin Kristina für den Ruhm des Königreiches arbeiten, doch mitreißende Leidenschaften lenken sie ab: der Hass gegen ihre Mutter, die Liebe für die Wissenschaft und - vor allem - die erotische Anziehungskraft der jungen Komtess Ebba Sparre.

Hintergrund

Mit dem Porträt dieses «Girl Kings» zeigt uns Mika Kaurismäki die Kämpfe eines gebildeten Geistes in einer rauen Welt. Er stellt die sexuelle Identität der Hauptfigur in den Mittelpunkt. «The Girl King» ist kein traditionell epischer Kostümfilm, sondern ein intensives, von den Schauspielern getragenes psychologisches Drama über eine der interessantesten und rätselhaftesten Persönlichkeiten der Geschichte, die schwedische Königin Kristina.

Mika Kaurismäki wurde mit seinem Debütfilm «The Liar» (1980) über Nacht bekannt. Die finnische Uraufführung des Films setzte den Grundstein für das Kino der Kaurismäki-Brüder und startete eine neue Ära des finnischen Films. Die schwedische Schauspielerin Malin Buska erhielt für ihre Leistung den Preis als beste Darstellerin beim Montréal World Film Festival 2015.

23.05.2019

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