Das siebte Zimmer (Sjunde rummet)

Darauf hat die Welt gewartet: ein Apartment im Wald, mit guter Aussicht. Allerdings befindet sich das Bauwerk zehn Meter über dem Boden, eingebettet in die Kronen dreier Pinienbäume. Keller Fehlanzeige. Die Besucher aus Nah und Fern stört das nicht. Sie sind begeistert.

Wer hierher kommt, ganz oben in Schwedisch-Lappland, der weiss, was er tut. Der exzellente Ruf dieses ungewöhnlichen Hotels hat längst internationales Format. Dabei befinden sich die Zimmer nicht einmal in einem Gebäude, der Weg zum Eingang kann je nach Konstitution sehr mühsam sein und eine Hotelbar gibt es auch nicht. So weit, so provinziell.

Wie gut, dass es da noch die Bäume gibt. Sie liessen die Ideen hier – mitten im Nirgendwo – in den Himmel wachsen, und heraus kamen einzigartige Einzelobjekte, die als Zimmer jedes für sich ein architektonisches Kunstwerk darstellen. Hotelgast Robert sieht Architektur, Technik, Kunst und Natur «genial vereint».

© Johan Jansson (2)

Das Siebte Zimmer (Schwedisch: Sjunde rummet) ist das Grösste in dem Ensemble: über 100 Quadratmeter gross, wovon 55 Quadratmeter als Wohnfläche zur Verfügung stehen. Hier können bis zu fünf Personen in zwei separaten Räumen übernachten. Das ultimative Outdoor-Erlebnis bietet eine Netz-Terrasse vor der Tür: Besucher können sich auf das stabile Netz legen, in die Sterne schauen und hier sogar schlafen. Minimalismus mit WOW!-Effekt.

Eine Nacht im Siebten Zimmer 15'000 SEK pro Nacht (aktuell 1.580 EUR oder 1'680 CHF), bis zum 20. April gilt ein Einführungspreis von 12'000 SEK. Nein, nicht per Woche, sondern pro Nacht, kostenloses WLAN eingeschlossen – das gibt es nicht in jedem Wald.

Baumhaus-Alternativen:

Zum Warmwerden: Wer sich erst mal sanft an das Thema Baumhaus heranwagen möchte, dem bieten sich als Einstiegsvariante zum Beispiel das Baumhaushotel Oberbayern in Jetzendorf und das Tree Inn - Das Baumhaushotel in Dörverden bei Bremen an.

01.02.2017